Auf der Suche nach dem perfekten Reformer Rollwiderstand

... oder wie aus einem modernen Reformer ein perfekter Reformer wird.

 Photo by kieferpix/iStock / Getty Images

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Das Thema des perfekten Rollwiderstands lässt Frank und mich einfach nicht los. Das Gerücht, das würde uns schlaflose Nächte bereiten, stimmt natürlich nicht. Aber, es beschäftigt uns, wie ich in bspw. im Blog Beitrag "Beastmaster" für diesen Reformer berichtete.

Nicht jedem ist ja der Grund für kontrollierte Rollwiderstände sofort einleuchtend, wie ja die Diskussion unter dem Beastmaster-Blog-Artikel mit Jörg vom Pilates Zentrum Aschaffenburg zeigte. Ob meine umfangreiche Antwort - hier klicken - Jörg damals  wirklich überzeugt hat, weiß ich nicht. Aber mittlerweile ist mir klarer geworden, was eigentlich so falsch an den zu gut laufenden modernen Reformer-Schlitten auf Kugellagern ist.


Glatteisgefahr

 Glatteisgefahr

Glatteisgefahr

In der Natur kommt keine Reibung nur sehr selten vor und wenn, dann warnen wir mit großen Schildern davor.

Wie bewegen wir uns, wenn wir auf Glatteis gehen?

Übervorsichtig.

Wir spannen den ganzen Körper an und machen kleine Bewegungen. Klingt nach einer Menge Arbeit. Sollte das nicht dann eigentlich positiv fürs Training sein? Nicht wirklich, denn wenn wir uns Verspannen sind wir gestresst und können keine neuen Bewegungsmuster erlernen und abspeichern. Gerade aber dies ist beim Pilates wichtig um falsche Bewegungsmuster wieder zu verlernen. Und statt ohnehin starke und kurze Muskeln zu trainieren die schwachen Muskeln zu trainieren und die starken, kurzen Muskeln wieder flexibel zu machen.

Ein klassischer Reformer bietet mit seinem Rollwiderstand ein natürlicheres Feedback, welches man in Kombination mit den Federn als angenehmes Gleiten wahrnimmt. Frederik Prag, der unter der Marke Pilates Equipment Scandinavia selbst klassische Pilates Geräte baut, hat es bei der Men's Clinic mit Moses Urbano in Berlin gut auf den Punkt gebracht:

"Moderne Reformer sind wie eine Achterbahn"


Am Ideal orientiert

Basil-Reformer.jpg

Mit dem Basil Reformer haben wir jetzt erstmals einen solchen nahezu perfekten Reformer.

Wenn wir nur diesen Widerstand messen könnten und auf die anderen pilates-powers Reformer übertragen könnten, dann hätten wir den perfekten Rollwiderstand.

Erste Messversuche mit einer Kofferwaage brachten schon einmal die Erkenntnis, die Unterschiede zwischen den Reformern, was den Rollwiderstand ohne Federeinfluss angeht, sind im Kilogramm-Bereich und nicht im Gramm-Bereich. Der Unterschied zwischen einem Reformer-Schlitten mit Nutzer auf dem Schlitten und ohne Nutzer sind vor allem bei Gleitlagern (also klassisch gebauten Reformern) erheblich.


Unsere Reformer im pilates-powers Studio


Der Messaufbau

Versuchsaufbau Reformer Rollwiderstandsmessung

Was also tun? Frank kam auf die geniale Idee, dass man den Rollwiderstand standardisiert messen könnte, und erfand diesen Messaufbau.

Ein Seil wurde parallel zum Boden am Reformerschlitten befestigt und durch zwei Umlenkrollen so umgeleitet, dass ein seitlich geöffneter Kanister mit Gewichten beladen werden konnte.


Gewichtssteine.jpg

Nachdem jeder Reformer perfekt ins Lot gebracht wurde haben wir jeden Reformerschlitten mit vier Gewichten mit je 19 kg = 76 kg belastet.


Frank beim Beladen.jpg

Den Schlitten haben wir auf 75 cm herausgefahren, was ungefähr der Länge von Knee Stretches entspricht und haben dann ohne zusätzlichen Federwiderstand gemessen, bei welchem Gewicht der Reformerschlitten losfährt. Bei den ersten Messversuchen fanden wir schon heraus, dass gerade bei Gleitlagern ein großer Unterschied besteht, ob sie gerade bewegt wurden oder nicht. Also fuhren wir vor jeder Messung den Schlitten ein paar Mal hin und her. Dann fuhren wir ihn circa 1 Meter raus und stoppten ihn auf dem Rückweg bei 75 cm komplett ab. Blieb er dann stehen, luden wir etwas mehr Gewicht hinein und wiederholten die Prozedur bis wir das Gewicht so eingestellt hatten, dass der Schlitten nach dem Abstoppen bei 75 cm jedes Mal wieder anfuhr. Danach nahmen wir den Kanister ab und wogen ihn zweimal. Den Mittelwert aus beiden Messungen, die kaum voneinander abwichen, findest Du unten als Anfahrwiderstand.

Bei manchen Reformern war der Anfahrwiderstand auch gleich dem Fahrwiderstand. Sprich, wenn man den Reformerschlitten sehr langsam von 100 cm zu 75 cm Marke führte und dann losließ, fuhr der Schlitten komplett nach Hause zum Stopper. Es gab aber auch Reformer, bei denen zu unserer großen Überraschung der Fahrwiderstand größer war als der Anfahrwiderstand (Allegro mit IGUS Gleitlager und Peak mit Gratz Rollen). Wir vermuten, dass es zum Teil daran liegt, dass bei manchen Reformern der Fahrweg durch den mit 76 kg beladenen Schlitten leicht nach unten gebogen ist.

Hier findest Du unsere Messwerte vom Samstagnachmittag.

Rollwiderstände verschiedener Reformer

Wie man sieht, sind die meisten unserer Reformer vom Fahrwiderstand geringer als der Goldstandard des Basil Reformer. Nur unser sogenanntes "Beast" (Peak Classic Reformer mit Gratz wheels) lag mit 6,7 kg deutlich darüber. Wir haben dann dem Beast wieder seine Resistance Ride Wheels - die ich nachtäglich erworben hatte - aufgezogen und noch einmal gemessen. Daher gibt es für den Peak auch zwei Messwerte.

Nach den so gewonnenen Erkenntnissen haben wir den Beastmaster übrigens "Ent-beastet" die von Peak Resitance Ride Wheels draufgelassen.

Oh wie schön ist Panama.jpg

Als wir die Messwerte für das von Frank konstruierte PVC Gleitlager beim BB Allegro sahen fühlten wir uns ein bisschen wie bei der Janosch Geschichte "Oh wie schön ist Panama".

Ich habe es mir ehrlicherweise nicht genau aufgeschrieben, aber Franks PVC Gleitlager tun im Allegro bestimmt schon seit einem Jahr ihren Dienst und tatsächlich sind diese genau wie die in den Stott eingebauten PVC Gleitlager schon sehr nah am Ideal.

Frank und ich wollen jetzt noch die gewonnen Daten analysieren und diskutieren und dann einen Plan für die nächsten Schritte machen.


Der eine oder andere wird sich an dieser Stelle vielleicht fragen, in welcher Relation obige Messwerte zu der Kraft der Federn stehen. Daher die Messwerte von verschiedenen Federn eines Herstellers.

Reformer Federwiderstand

Warum ist das wichtig? Eine persönliche Zusammenfassung

Der Reformer ist neben dem Cadillac und der Matte eines der Haupttrainingsgeräte des Pilates. Von den ersten Anfängen, als Joseph Pilates es als "Körperübungsgerät" 1926 in Deutschland patentierte, bis zu seinem Tod hat er das Gerät ständig weiterentwickelt.

 Herausgegeben 1914 - 56 Seiten

Herausgegeben 1914 - 56 Seiten

 https://historische-zweiraeder.jimdo.com/2013/05/31/geschichte-der-kugel-walzen-und-rollenlager/

https://historische-zweiraeder.jimdo.com/2013/05/31/geschichte-der-kugel-walzen-und-rollenlager/

Kugellager waren bereits ca. 1850 erfunden und zu Joseph Pilates Zeit weit verbreitet, wie bspw. das Buch von "Fichtel & Sachs" über die "Geschichte der Kugel-Lager" aus dem Jahr 1914 (!) gut belegt. Trotzdem verwendete Joseph Pilates nicht Kugellager für seine Reformer, sondern Gleitlager. Langer Rede kurzer Sinn: Er hat sich dabei etwas gedacht und ganz bewusst das Training mit Gleitlagern für sinnvoller gehalten.

Wie ich in der Geschichte des Pilates beschrieben habe, ging Pilates in den 1990er Jahren durch einen Wachstumsprozess, in dem unter anderem die heute marktbeherrschenden Ausbildungsinstitute gegründet wurden. Den Bedarf an Pilates Geräte deckten Firmen, die nie mit den Originalgeräten von Joseph Pilates in Kontakt gekommen waren und auch selbst die Methode in seltenen Fällen selbst ausübten. So sind tragischerweise die heute meistverbreiteten Reformer nur von der groben Funktion her Reformer im Sinne von Joseph Pilates. Zuviel kann der Unkundige beim Einstellen von Footbar, Ropes und den heute verbreiteten Risers "falsch" machen. Und jede noch so kleine Änderung verändert, wie die Übung wirkt.

Leider wird bei Pilates Ausbildungen genau an diesem Detailwissen gespart und der Pilates Lehrer in Ausbildung lernt zumeist auch nur den Reformer kennen, den sein Lehrer besitzt und kauft später in voller Überzeugung sich auch genau dieses Gerät wieder. Kein Wunder, dass die Ausbildungsinstitute wie Stott und BASI verstanden haben, dass sie möglichst ihre Ausbildungsstudios auch mit ihren Pilates Geräten ausstatten müssen.

Ein kritischer Vergleich von Pilates Geräten verschiedener Hersteller unterbleibt, weil es keine Pilates Geschäfte gibt, in denen man Pilates Geräte vergleichen kann. Und die Pilates Geräte sind so teuer, dass kaum einer es sich leisten kann nur aus Vergleichsgründen mehrere Reformer von verschiedenen Herstellern zu kaufen. Und selbst wenn es die verschiedenen Reformer nebeneinander gäbe, so würde der "nur" in seiner Methode vertraute Pilates-Lehrer die Unterschiede zwischen den Geräten nicht zu bewerten wissen.

Wer mich kennt der weiß, ich gehe den Dingen gerne auf den Grund und mit unserer wilden Mischung aus Reformern und meinen kontinuierlichen Weiterbildungen konnte ich mir ganz allmählich einen Überblick verschaffen.

Für mich steht fest, Reformertraining wird erst mit einem leichten zusätzlichen Widerstand in den Rollen sinnvoller und effizienter. Ich persönlich merke das in jeder Übung, aber wenn man es auf eine Übung reduzieren möchte: im Elephant merkt man sofort ob ich den Schlitten zurückbringe oder ob der Schlitten von den Federn zurückgezogen wird. Der ideale Reformer erfordert den Gedanken und Willen den Schlitten zurückzubringen.  Und das ist genau richtig.


Als Reaktion auf den Blog Beitrag schrieb mit Tony Rockoff, Betreiber des klassischen  Pilates Studios Powerhouse Hamburg und Autor des Buches "Klassisches Pilates: Das Original-Mattentraining nach Joseph Pilates":

Sehr interessant... Wie Du sicherlich weißt ist uns vieles nichts neu.... Aber dein Messverfahren ist einfach nur Genial! Und mit der Erklärung an Jö Ar hast Du es sehr gut getroffen. Freue mich schon auf die nächste Men´s Clinic. Danke für Deinen Input
— Tony Rockoff

Die Pilates Lehrerin Karin Krouse, ursprünglich aus Bad Tölz. die heute in Australien lebt schreibt:

Auch in Bezug auf Deinen ‘Beastmaster’ Artikel Reiner, super toll erklärt ! Ich glaube, dass sich noch niemals jemand die Mühe machte, so ins Detail zu gehen. Gleitlager vs Wälzlager! Ich finde der Unterschied ist wie Tag & Nacht, speziell wie Du erwähnst in Elephant, Upstretch, und auch in Longstretch. Nach ein paar Repetitionen bin ich fertig, wobei ich auf dem contemporary Reformer 12 und mehr Reps ohne Probleme machen kann.

Interesssanter Beitrag von Jörg und Dir in dem Beastmaster Artikel.

Ich werde Deine Artikel ausdrucken, und in Ehren halten, und weiterreichen an Contemporary Freunde hier in Australien. Vielen Dank auch an Deinen Freund Frank.

Du solltest eine klassische Ausbildung (Bridging) in Erwägung ziehen 😉 ich bin ein Hybrid, sehe die Vorteile beider Lager. So viel das ich in Polestar gelernt habe, und nicht adacta legen werde
— Karin Krouse

Die in Berlin - meiner Heimatstadt - geborene und von Peak Pilates zertifizierte Trainerin aus Melbourne Dagmar Neumeister schreibt in einem Kommentar zu diesem Blog Post auf Facebook:

Auf jeden Fall fühlen sich die Übungen komplett anders an, wenn die Gleitkraft der Rollen nicht optimal ist. Elephant und Up stretch sind dafür definitiv gute Beispiele. Tendon stretch wird zu einer komplett anderen Übung! Wozu ich sagen muss, dass ich es mittlerweile schaffe, einem Peak Reformer bei Elephant und Up stretch ein ähnliches Gefühl herauszukitzeln. Aber natürlich nur, weil ich weiß, wie es sich anfühlen sollte. Hat man gleich das richtige Gerät, wird man automatisch in dieses Gefühl geführt.
— Dagmar Neumeister

Und der oben schon zitierte Jörg Arnold vom Pilates Zentrum Aschaffenburg schreibt ebenfalls in einem Facebook Kommentar auf seiner Seite:

Guten Morgen zusammen! 😁
Anstatt die Tageszeitung beim Frühstück zu lesen, bin ich wieder bei der Diskussion um den Rollwiderstand / Beastmaster hängen geblieben. Reiner, Karin, ich schreibe meine Gedanken einfach hier hinein...
Ich versuche gedanklich das Phänomen der unterschiedlichen Wirkungen der verschiedenen Glei-/Wälzlager aufzuarbeiten. Um es nicht nur mit den differierenden Bewegungsgefühlen zu erklären, sondern auch Fakten parat zu haben. Reiner, da hast du mit dem Anfangswiderstand schon ein gutes Stück Klarheit dazu beigetragen. Nun meine Frage: angenommen beim Upstretch auf dem Reformer geben mir die Federn einen Widerstand von 20kg (laut Tabelle eine rote Feder bei 70cm Federstreckung... hab die Tabelle nicht exakt im Kopf)... Plus den Anfangswiderstand des Lagers = ca. 23 kg, die ich mit meiner Streckerkette in konzentrischer Arbeit bewege. Wenn ich nun den Schlitten wieder nach Hause bewegen möchte, dann hebt sich der Feder-Kg-Wert ja nicht auf. Insofern arbeitet die Streckerkette exzentrisch. Das Powerhouse Gefühl hole ich mir mittels Fokussierung auf das Zusammenspiel der Prinzipien Bewegungslänge und Gewichtsverlagerung/Alignement und eben Zentrierung+Atmung (ja ich ging durch die Bodymotion Schule 😉) ... das ist eine feine Abstimmung und Nuancierung wobei aber die Kontrolle über die Übung bei der Streckerkette bleibt. In meinem Verständnis müssten für den Weg des Schlittens nach Hause die Federn komplett ausgehängt werden müssen, um allein mit konzentrischer BM-Hüftbeuger-Arbeit den Weg zurück legen zu können.
Oder der Reibewiderstand des Lagers hebt den Federzug auf.
Oder?
🙄
Ja und dann müssen wir ja noch das Körpergewicht einberechnen, das in Relation zur verwendeten Feder wirkt.
Also führe ich mit meinen 80kg den o.a. Upstretch bei einer roten Feder durch.
Würde ich mich beim Rausfahren einfach fallen lassen, bremst nur die Feder und der Reibungswiderstand die Fahrt ab. Also muss ich mich mittels meiner exzentrischen arbeitenden Hüftbeuge und Bauchmuskulatur halten bzw. die Fahrt kontrolliert freigeben. Rechnerisch vielleicht so: 80kg - 20kg Feder - 3 kg Widerstand = 57kg Restgewicht, das ich muskulär exzentrisch gegen die Schwerkraft halten muss.
Nun die Fahrt zurück. Es unterstützt die Feder die Fahrt zurück, während der Reibungswiderstand es widerum erschwert. 80kg - 20kg + 3kg = 63kg die ich nun mit den Bauch u. Hüftbeugemuskeln konzentrisch bewältigen muss.
Je höher der Reibungswiderstand des Gleitlagers umso mehr konzentrischer Powerhouse.
Aber je mehr Federn eingehängt umso weniger konzentrisches Powerhouse nötig und umgekehrt weniger oder gar keine Feder umso mehr BM Kraft ist nötig.
Würde bedeuten, dass ich entsprechend mit dem Federwiderstand den Reibungswiderstand des Lagers aufheben kann.
Könnte man das messen?
Hmmm...
Zu theoretisch?
Lieber spüren, gell? 😁😁
— Jörg Arnold

English version

In search of the perfect reformer rolling resistance
... or how a modern reformer becomes a perfect reformer.

Frank and I just won't let go of the subject of perfect rolling resistance. The rumor that this would cause sleepless nights is, of course, not true. But, we are interested in it, like I reported for example in the blog article "Beastmaster".

The reason for controlled rolling resistance is not immediately obvious to everyone, as the discussion under the Beastmaster blog article with Jörg from the Pilates Zentrum Aschaffenburg showed. I don't know whether my extensive answer - click here - really convinced Jörg back then. But in the meantime it has become clearer to me what is so wrong with the modern reformer slides on ball bearings that are running too well.


Danger of black ice

Icy.jpg

In nature there no friction is very rare and if there is, we warn against it with large signs.

How do we move when ice?

Very careful.

We tense the whole body and make small movements. Sounds like a lot of work. Shouldn't that be positive for training? Not really, because when we are strained we are stressed and cannot learn and store new movement patterns. But this is especially important for Pilates to unlearn wrong movement patterns. We want instead of exercising already strong and short muscles, training the weak muscles and making the strong, short muscles flexible again.

A classic reformer with its rolling resistance offers a more natural feedback, which in combination with the springs is perceived as pleasant gliding. Frederik Prag, who builds classic Pilates equipment himself under the brand name Pilates Equipment Scandinavia, put it in a nutshell at the Men's Clinic with Moses Urbano in Berlin:

"Modern reformers are like a roller coaster."


Oriented towards the ideal

Basil-Reformer.jpg

With the Basil Reformer we now have such an almost perfect reformer for the first time.

If we could only measure this resistance and transfer it to the other pilates-powers reformers, then we would have the perfect rolling resistance.

Initial measurements with a luggage scale have already revealed that the differences between the reformers in terms of rolling resistance without the influence of springs are in the kilogram range and not in the gram range. The difference between a reformer carriage with a user on the carriage and without a user is considerable, especially in the case of plain bearings (i. e. classically built reformers).


The Reformers we have at pilates-powers


The measurement setup

Der-Versuchsaufbau.jpg

So what to do? Frank came up with the ingenious idea that rolling resistance could be measured in a standardized way and invented this measurement setup.

A rope was attached to the reformer carriage parallel to the ground and diverted by two deflection rollers so that a laterally opened canister could be loaded with weights.


Gewichtssteine.jpg

After each reformer has been perfectly aligned, we have loaded each reformer slide with four weights of 19 kg = 76 kg each.


Frank beim Beladen.jpg

We drove the carriage out to 75 cm, which corresponds approximately to the length of Knee Stretches and then measured without additional spring resistance, at which weight the reformer carriage starts moving. During the first measurement tests, we already found out that there is a big difference, especially in the case of plain bearings, whether they have just been moved or not. So we drove the carriage back and forth a few times before each measurement. Then we drove him about 1 meter out and stopped him completely on the way back at 75 cm. If he then remained in position, we loaded a little bit more weight into the canister and repeated the procedure until we had adjusted the weight in such a way that after stopping at 75 cm, the carriage started moving again every time. Then we took the canister off and weighed it twice. The mean value from both measurements, which hardly deviated from each other, can be found below as "starting resistance".

For some reformers, the starting resistance was also equal to the "driving resistance". In other words, if you took the Reformer carriage very slowly from 100 cm to 75 cm and then let go, the carriage drove completely home to the stopper. But there were also reformers where, to our great surprise, the driving resistance was higher than the starting resistance (Allegro with IGUS plain bearing and Peak with Gratz rollers). We suspect that this is partly due to the fact that, in some reformers, the travel path through the 76 kg loaded carriage is slightly bent downwards.

Here you can find our measurements from Saturday afternoon.

As you can see, most of our reformers have a lower driving resistance ("Fahrwiderstand") than the gold standard of the Basil Reformer. Only our Peak Reformer with Gratz roles was with 6.7 kg significantly higher. We then changed the Peak Reformer back to it's Resistance Ride Wheels - and measured them again. Therefore, there are two measured values for the Peak reformer.

Panama.jpg

When we saw the measured values for the PVC plain bearing designed by Frank at BB Allegro we felt a bit like in the child story of Janosch "The trip to Panama".

I honestly didn't write it down exactly, but Frank's PVC bearings have been in use at the Allegro for a year now, and in fact, just like the PVC bearings built into the Stott, they are very close to the ideal.

Frank and I now want to analyze and discuss the gained data and then make a plan for the next steps.


At this point, some of you might ask yourself in which relation the above measured values are to the force of the springs. Therefore the measured values of different springs from one manufacturer.


Why is this important? A personal summary

Besides the Cadillac and the mat, the Reformer is one of the main Pilates training devices. From the first beginnings, when Joseph Pilates patented it as a "body exerciser" in Germany in 1926, until his death, he has constantly developed the device further.

  Published 1914 - 56 pages

Published 1914 - 56 pages

 https://historische-zweiraeder.jimdo.com/2013/05/31/geschichte-der-kugel-walzen-und-rollenlager/

https://historische-zweiraeder.jimdo.com/2013/05/31/geschichte-der-kugel-walzen-und-rollenlager/

Ball bearings had already been invented around 1850 and were widely used during Joseph Pilates' time, as is well documented by the book by "Fichtel & Sachs" about the "History of Ball Bearings" from 1914 (!). Nevertheless, Joseph Pilates did not use ball bearings for his reformers, but plain bearings. To cut a long story short: He thought about it and deliberately considered training with plain bearings to be more sensible.

As I have described in the history of Pilates, Pilates went through a process of growth in the 1990s, during which, among other things, the training institutes that dominate the market today were founded. The demand for Pilates equipment was met by companies that had never come into contact with the original equipment of Joseph Pilates and that also used the method themselves in rare cases. Thus, tragically, today's most widespread reformers are only reformers in the sense of Joseph Pilates' general function. The unacquainted can do too much "wrong" when setting footbars, ropes and the risers that are common today. And every little change changes how the exercise works.

Unfortunately, Pilates education spares exactly this kind of detailed knowledge and the Pilates teacher in training usually only gets to know the reformer his teacher possesses and later buys exactly this device in full confidence. It's no wonder that educational institutions such as Stott and BASI understood that they have to equip their training studios with Pilates equipment as far as possible.

There is no critical comparison of Pilates devices from different manufacturers, because there are no Pilates shops where you can compare Pilates devices. And the Pilates appliances are so expensive that hardly anyone can afford to buy several reformers from different manufacturers for reasons of comparison. And even if there were different reformers side by side, the Pilates teacher, who is "only" familiar with his method, would not know how to evaluate the differences between the machines.

Anyone who knows me knows that I like to get to the bottom of things and with our wild mixture of reformers and my continuing education I was able to get an overview over time.

For me it is clear that reformer training only becomes sensible and efficient with a slight additional resistance in the roles. Personally I notice this in every exercise, but if you want to reduce it to an exercise: in the elephant you notice immediately whether I bring the carriage home or whether the carriage is pulled back by the springs. The ideal reformer requires the thought and will to bring the carriage back.  And that's exactly right.